ENP – Ergebnisorientierter Naturschutzplan

 

ENP ist ein neues Angebot im Rahmen von ÖPUL. Es unterscheidet sich insofern von herkömmlichen ÖPUL-Maßnahmen, als dass nicht die Bewirtschaftungsmaßnahmen (bspw. ein Mahdzeitpunkt) festgelegt werden, sondern die Ziele dieser Maßnahmen. Dies ermöglicht es LandwirtInnen eigenständige Entscheidungen über die Maßnahmen auf ihren Flächen zu treffen und diese nach ihrem eigenen Ermessen dann einzusetzen, wenn sie nötig werden.

 

Die Ziele werden durch besuchende ÖkologInnen gemeinsam mit den LandwirtInnen festgelegt. Es erfolgt eine Begehung der Flächen, bei der ein erster Einblick in die vorhandenen Schutzgüter gewonnen wird. Die Anforderungen schützenswerter Arten an ihren Lebensraum wird ebenso besprochen wie Möglichkeiten zur Vermeidung von ungünstigen Arten. Tipps rund um die Bewirtschaftung zugunsten schützenswerter Arten und Lebensräume werden illustriert mit Skizzen direkt an die Bäuerinnen und Bauern in auf ihren Betrieb maßgeschneiderten Form gegeben.

 

Anschließend werden klare Ziele für die Flächen formuliert bspw. „Ferkelkraut und Wilde Möhre müssen auf der ganzen Fläche verstreut vorkommen“ oder „Trittschäden sollen auf weniger als 20% der Fläche erkennbar sein“. Diese klaren, einfach Ziele können von Bauern und Bäuerinnen jederzeit selbst abgeschätzt werden, auf sie kommt es auch bei etwaigen AMA-Kontrollen an. Diese Ziele werden in ein sogenanntes „Fahrtenbuch“ gedruckt, welches Informationen zu den Zielen, die Illustrationen der ÖkologInnen einen Flächenüberblick und Seiten zur Dokumentation der Flächenentwicklung enthält. Jedes Fahrtenbuch ist somit ein Unikat.

 

Zusätzlich werden Steckbriefe schützenswerter Wiesenarten an Betriebe versendet, so kann über die Ziele hinaus die Artenvielfalt der Flächen eines Betriebes beobachtet und dokumentiert werden. Wenn weitere Fragen auftauchen stehen ÖkologInnen per Telefon und E-Mail zur Verfügung um Unterstützung geben zu können. Bei den ENP-Vernetzungstreffen, die für das UBB anrechenbar sind, können sich Betriebe auch untereinander austauschen. Umstieg von WF auf ENP ist jederzeit möglich, die Teilnahme an WF oder BIO ist allerdings Voraussetzung.